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Der '''Biergarten''' (auch Bierkeller und ?auf dem Bierkeller?) entstand aus dem Ausschank von Bier durch den Brauer aus einem Bierkeller ohne das für den Betrieb einer Schänke erforderliche Krugrecht. Der Ausschank aus den Kellern wurde erstmals 1812 im Isarkreis, später zu Oberbayern offiziell zugelassen. Diese Entstehung prägt das bestehende Erscheinungsbild eines traditionellen Biergartens in Bayern, in dem der Gast unter Schatten spendenden Bäumen sitzt und seine Speisen selbst mitbringen darf.<ref name="verordnung">Auszug aus der Begründung der Bayerischen Biergartenverordnung (PDF; 22?kB) vom 20. April 1999: </ref>

Im weiteren Sinn wird die Bezeichnung ?Biergarten? auch für andere gastronomische Einrichtungen im Freien verwendet, die in Bayern und in Österreich ''Wirtsgarten'' oder ''Gastgarten'' genannt werden.

Entwicklung

Biergärten entstanden in Bayern im 19.?Jahrhundert in , die im Sommer Schatten werfen. Die flachen Wurzeln der Kastanien schädigten außerdem das Kellergewölbe nicht.

Bis 1799 war es den Münchner Brauern allerdings zumeist verboten, bei ihren Lagerkellern Bier auszuschenken. Ähnlich wie bei rund um München weiterhin Ausschank betreiben, jedoch keine Speisen außer Brot servieren durften.

Von diesen ''Kellerbiergärten'' sind noch der Augustiner-Keller, der Paulaner am Nockherberg sowie der Hofbräukeller erhalten. Die Keller von Bürgerbräukeller und Franziskaner bilden heute die Tiefgaragen der Motorama- und Franziskanerhof-Komplexe.

1825 wurde das bayerische Gewerberecht liberalisiert, wodurch bisher reine Schankbetriebe das Recht zur Abgabe von Speisen erlangten. Zeitgleich wurden im . Vor der Stadt wurden ?Tanzsäle, Unterhaltungsplätze, Kegelbahnen, Karussells, Arkaden lauschige Lauben und schattige Baumgruppen? errichtet. In der Folge verschwamm der Unterschied zwischen den traditionellen Kellerwirtschaften und den Gartenwirtschaften. Inzwischen bezeichnen Wirte überall in Deutschland und auch in touristischen Regionen in aller Welt Schankflächen im Freien als ?Biergarten?.

Die Tradition, dass der Gast seine .

Bedeutung

Die Bayerische Staatsregierung spricht dem traditionellen Biergarten in der Bayerischen Biergartenverordnung eine wichtige soziale Funktion zu. Biergärten seien der Gesellschaft und ermöglichten soziale Unterschiede zu überwinden.<ref name="verordnung" /> Da die Biergärten in den Augen der Regierung für die Verdichtungsgebiete ein Naherholungsziel darstellen, definiert die Biergartenverordnung einige Ausnahmen für traditionelle Biergärten in Hinsicht auf Nachtruhe und Lärmschutz.

Im Zusammenhang der Debatten um die Biergärten, die zu der Bayrischen Biergartenverordnung führten, weist die von der spricht. Er schränkt dies mit Quellen aus dem 19.?Jahrhundert allerdings auf das Bürgertum und die Arbeiterschaft ein, die Oberschicht war nur bei besonderen Anlässen wie Gartenfesten vertreten.

Bekannte Biergärten in und um München

Der größte traditionelle Biergarten der Welt ist der Münchner ''Hirschgarten''. Der bei Münchnern und Touristen bekannteste und zugleich zweitgrößte Biergarten liegt im Englischen Garten am Chinesischen Turm. An zentraler Stelle in der Stadt befindet sich im Viktualienmarkt ein Biergarten. Der Biergarten auf dem Nockherberg ist durch die Paulaner-Fernsehwerbung bundesweit bekannt geworden.

Im Landkreis München liegen die ''Kugler Alm'' bei Oberhaching, die für sich die Erfindung des Radlers beansprucht, und die ''Waldwirtschaft'' bei Pullach, die durch die Biergartenrevolution überregional bekannt wurde, weil anhand der Auseinandersetzungen über Lärmschutz in ihrer Nachbarschaft die Biergartenverordnung und die Definition eines traditionellen Biergartens entwickelt wurden.

Bekannt sind Biergärten, die zu Klöstern gehören, wie Kloster Andechs und Kloster Weltenburg. Dort sind häufig Brauerei und Biergarten in unmittelbarer Nähe gelegen.

Literatur

  • Georg Ferdinand Döllinger: ''Das Brauwesen, Brantweinbrennen und der Malzaufschlag im Königreiche Bayern in polizeilicher und kameralistischer Beziehung.'' C. H. Beck, Nördlingen 1850, .
  • Cordula Loidl-Reisch: ''Gastgärten als Objekte der Denkmalpflege. Von der Erörterung der Reglementierbarkeit zu unvermuteten biografischen Bezügen''. In: Die Gartenkunst?19 (2/2007), S.?325?328.

Weblinks

Einzelnachweise